Neues aus der Entebbe Early Learning School

von Carolin Weißhaar (Kommentare: 0)

Bei meiner vierten Reise nach Uganda stand natürlich mal wieder die Early Learning School im Fokus meiner Unternehmungen. Nach großer Wiedersehensfreude mit meiner Gastfamilie, die mich nach der langen Reise von Deutschland nach Uganda vom Flughafen abgeholt hatte, und bei denen ich auch für die zwei Wochen meines Aufenthaltes untergekommen bin, besuchte ich in der Woche darauf die Schule und alle ihre liebenswerten Mitglieder.

Mir wurde schon von Walther angekündigt, dass ich die Schule kaum wiedererkennen werde, und in der Tat so war es auch. Es hat sich eine ganze Menge getan auf dem Gelände der Schule. Zum Beispiel wurde die große Dining Hall, also eine sehr geräumige Speisehalle fertig gestellt. Nun können die Kinder zu den Mahlzeiten an mehreren Tafeln in dieser Speisehalle zusammen essen, beten und gemeinsam singen.

Mit der Küche,(kleineres blaues Gebäude im Anschluss an die Speisehalle) die wir im letzten Jahr gebaut haben, ist nun ein großer Gebäudekomplex fertig errichtet worden und kann von den Betreuern, den Kindern und den vielen Gästen, die die Schule besuchen,
genutzt werden. Von oben sieht das dann so aus. Das war aber längst noch nicht alles. Ebenfalls wurde das Mädchenwohnheim mit einem Dach versehen, verputzt, Toiletten und Fenster rein gebaut und ist nun fast fertig errichtet worden.

Im Moment wird dieses Gebäude für Unterrichtszwecke genutzt, da es noch nicht vollständig für die Nutzung als Wohnheim fertig errichtet wurde. Es muss daher noch eine Zwischendecke zwischen dem Dach und den einzelnen Räumen rein gezogen werden. Ebenso fehlt es noch an Elektrizität und der kompletten Innenausstattung. Aber das wird dann unsere Aufgabe im nächsten Jahr sein
dieses Gebäude fertig zu stellen. Dazu aber später mehr.

Zu verdanken hat die Schule diese Neu-Errungenschaften einer großen Gruppe von Rumänen, die vor gut einem halben Jahr an der Schule tätig waren und in Eigenregie diese Gebäude selber gebaut haben. Daher an dieser Stelle ein großes Dankeschön an
diese tapfere und mutige Truppe die in kompletter Eigenleistung hervorragend der Schule mit ihrem Einsatz geholfen hat und noch weiter helfen wird.

Und was ist mit den Schüler_innen?

Die Schüler genießen natürlich neben den ganzen Bauprojekten die große Aufmerksamkeit von vielen Menschen die sie von Zeit zu Zeit besuchen kommen. So gibt es immer wieder kleinere Highlights auf die sich die Schüler_innen freuen können. Ob es lustige Spiele mit einer Gruppe von ehemaligen spanischen Volontären ist, der Austausch und die Gemeinschaft mit Walther und einer
Gruppe von Freunden die ihn bei dieser Reise an die Schule begleitet haben oder das jährliche Fußballturnier, was traditionell
am Ende meines Aufenthaltes gemeinsam mit den Schülern und Lehrern ausgetragen wird. Der Spaß und die Gemeinschaft
mit den Kindern kommt also nicht zu kurz und ist wesentliches Fundament für die Arbeit an dieser Schule.

Traditionell spielen die Schüler gegen die Lehrer. Es war ein spannendes und knappes Spiel aber am Ende gewannen die Schüler mit 4:2. Die Freude, riesengroß. Daneben gibt es einen sehr kreativen und engagierten Lehrer an dieser Schule namens Andrew der immer wieder neue Ideen mit den Kindern hat und ihnen neben dem Schulstoff eine ganze Reihe neue Dinge für ihr Leben beibringt. Zum Beispiel hat er komplett in Eigenverantwortung mit den Kinder zusammen ein großartiges Baumhaus gebaut, was dann so aussieht: Gemeinsam mit den Kindern hat er gehämmert und gesägt und zusammen gebaut was das Zeug hält. Ungefähr drei Wochen hat dieses Gemeinschaftsprojekt gebraucht bis es fertig war. Unglaublich. Nun wird das Baumhaus genutzt um zu chillen und relaxen aber auch Unterrichtsstunden werden da oben abgehalten. Einfach nur cool.

Unter der Anleitung von Andrew basteln und gestalten die Kinder auch viele Sehenswerte „Crafts“. Durch die Hilfe und die Materialien die von der Gruppe der Rumänen gestiftet wurden, fertigen die Kinder sogar eigene Schuhe und Sandalen in vielen
Größen, Formen und Farben an. Durch den Erlös dieser Schuhe, Sandalen und Crafts, können Schulmaterialien und neue Kleidung für die Kinder angeschafft werden.

Und der Plan für das nächste Mal?

Der nächste Besuch an der Schule ist für Februar 2019 geplant. Dann soll durch den Erlös des Jugenddankopfers, ein kirchliches Spendenprojekt in ganz Sachsen, das Wohnheim für die Jungen errichtet und in Absprache mit den Rumänen das Mädchenwohnheim fertig gestellt werden. Aber bis dahin ist es noch ein Stück Weg der zurückgelegt werden muss. Damit unsere Pläne für das kommende Jahr gelingen können, braucht es natürlich die Unterstützung und das Engagement für das Jugenddankopfer was traditionell in der Vorweihnachtszeit diesen Jahres zusammen getragen wird. Hierfür muss im voraus ordentlich Werbung gemacht werden und dann soll natürlich durch verschiedene Aktionen in den Kirchengemeinden in ganz Sachsen wie z.B. das Benefizkonzert am 3.11. diesen Jahres in der Kulturscheune Borna, in der Kirchgemeinde Liebschützberg zahlreiche Spenden für die Umsetzung unseres Bauvorhabens gesammelt werden. Daher das Motto für die nächste Reise: Rann an den Speck, es gibt viel zu tun. :-)

Aus diesem schon vorhandenem Rohbau, soll 2019 ein wunderschönes Jungswohnheim, mit viel Platz zum Schlafen, Lernen und Erholen werden.

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